Zukunft der Sportanlagen: Osterburken bündelt Kräfte.

Eine Gruppe von elf Personen, teilweise in Vereinskleidung des SV Osterburken (blaue Trainingsjacken), steht gemeinsam auf einem Rasensportplatz vor einer Werbebande mit dem Vereinslogo. Im Hintergrund sind Bäume und ein Flutlichtmast zu sehen.

SV Osterburken sucht gemeinsam mit Verband und Stadt nach Lösungen für marode Sportanlagen
Der SV Osterburken hat gemeinsam mit dem Badischen Fußballverband (bfv) und der Stadt Osterburken die Zukunft seiner Sportanlagen in den Blick genommen. Im Rahmen eines Vor-Ort-Termins tauschten sich die Vereinsverantwortlichen mit Club-Berater Karl Werner sowie Bürgermeister Jürgen Galm aus, der zugleich Vorsitzender der neuen bfv-Kommission „Kommunale Vernetzung Amateurfußball“ ist. Auch Patricia Jakob brachte ihre Erfahrung als Kreisjugendleiterin mit ein.


Im Mittelpunkt standen die deutlich sichtbaren Defizite am Sportheim. Große Teile der Infrastruktur stammen aus den 1980er-Jahren und weisen inzwischen erhebliche Mängel auf. So ist unter anderem das Blockheizkraftwerk defekt, wodurch aktuell kostenintensiv über Gas geheizt werden muss. Marode und undichte Holzfenster führen zu zusätzlichen Energieverlusten. Außerdem ist der Zustand der Sanitäranlagen kritisch: Hier ist mit Rohrbrüchen und starkem Schimmelbefall zu kämpfen.


Die Situation betrifft über 1.100 Vereinsmitglieder. Woche für Woche nutzen mehrere hundert Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Anlage für Training, Spielbetrieb, Sitzungen oder Veranstaltungen. Hinzu kommt die zentrale Bedeutung des Sportheims für das gesellschaftliche Leben in Osterburken. Es dient nicht nur dem SV Osterburken, sondern ist mit der großen Gaststätte auch Treffpunkt für andere Vereine und Gruppen. Vor diesem Hintergrund wurde im gemeinsamen Gespräch die Notwendigkeit unterstrichen, die bestehenden Herausforderungen strukturiert und abgestimmt anzugehen.


Dabei wurde auch betont, dass die Stadt den Verein bereits in verschiedenen Bereichen hervorragend unterstützt, etwa durch die Bereitstellung von Sporthallen oder die Mithilfe bei der Platzpflege. Gleichzeitig besteht aber auch Einigkeit darüber, dass nun insbesondere die Sanierung und Weiterentwicklung des Sportheims verstärkt in den gemeinsamen Fokus rücken muss.


Vereinsvorstand Gustav Hofmann signalisiert die Bereitschaft, aktiv an zukunftsfähigen Lösungen mitzuwirken. Dazu zählen sowohl Eigenleistungen als auch Ideen für zeitgemäße Nutzungskonzepte des Sportheims, etwa die Einbindung in städtische Entwicklungsprogramme. Ziel ist es, die Anlage noch stärker als offenen Treffpunkt für die gesamte Stadtgesellschaft zu etablieren und ihre Wirtschaftlichkeit langfristig zu verbessern.


Im Ergebnis des Termins wurde vereinbart, einen konkreten Fahrplan zu erarbeiten. Dieser soll klare Verantwortlichkeiten bei der Stadt und im Verein definieren, Prioritäten setzen und mögliche Förderprogramme einbeziehen. Die Beteiligten wollen die identifizierten Maßnahmen nun schrittweise konkretisieren und umsetzen. Der Austausch markiert damit einen wichtigen Startpunkt, um die Sportanlage langfristig zu sichern und ihre wichtige Funktion für das Vereins- und Gemeindeleben in Osterburken zu erhalten.

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